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Schlagwort: Kunst

Hallo – Ich bin’s

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Inhalt: Ich stelle mich vor, beantworte 3 ungewöhnliche Fragen über mich selbst, erzähle von mir und stelle meine Grundsätze für kreatives Arbeiten vor.

Was? Ich bin’s? Wer bist du denn?

Kennst du noch diese Freundebücher? (Manche Eltern kennen sie vielleicht auch eher im Jetzt und Hier, weil man die ja gefühlt wöchentlich ausfüllen „darf“) Ich fand das immer total schwierig. „Wer ist dein Lieblingsstar? Ja, keine Ahnung, und ist das überhaupt interessant? Was sagt sowas schon über mich aus? Deshalb beantworte ich jetzt mal ganz andere Fragen an mich selbst. Welche die man im Smalltalk vermutlich nicht unbedingt stellt.

1. Steffi, auf welche Entscheidung in deinem Leben bist du besonders stolz?

Zwei Entscheidungen haben mich ganz besonders geprägt. Zuerst, dass ich mich für meine Kinder entschieden habe, und ganz besonders für das 3. Kind. Das hat mein Leben schon mal komplett auf den Kopf gestellt (im postitiven Sinne). Und natürlich, dass ich dem Mut hatte mich vor fast 10 Jahren selbstständig zu machen. Dadurch wurden mir viele Türen geöffnet und alles was ich  auch jetzt mache wurde ernsthafter und realer.

 

2. In welchen Situationen kommst du in den Flow?

Ganz klar beim (ungestörten!) malen und zeichnen. Dabei ist es fast egal bei welchem Teil des Prozesses, ich kann mich in Tagträumen und Ideen sammeln genauso verlieren wie auch beim „langweiligen“ Colorieren. Jede kreative Arbeit hat das Flow-Potential – es ist aber schwer tagesform abhängig. Einen Flow-Zustand kann ich aber auch beim Wandern erreichen (Wobei ich da aber meistens meinen sehr gesprächigen Ehemann dabei habe 😀 ). Leider fällt es mir aber insgesamt relativ schwer in den Flow zu kommen. Das liegt vor allem daran dass meine Gedanken eigentlich niemals still sind, und immer etwas zu melden haben. WENN ich es aber mal schaffe, dann gleich richtig mit Hyperfocus 🙂 Passend dazu kann ich sehr den Podcast und die Bücher von Roberta Bergmann empfehlen – zu allen möglichen kreativen Themen.

 

3. Welche Begegnung hat dich nachhaltig inspiriert?

Zwei Begebenheiten haben mich 2025 sehr inspiriert. Zunächst einmal unsere Reise nach Portugal. Ganz häufig habe ich das Gefühl nirgens so richtig dazu zu passen. In Protugal hatte ich plötzlich das Gefühl endlich einen Platz gefunden zu haben. Alles ist bunt, fröhlich und trotzdem ruhig und ausgeglichen. Selten fühlte ich mich in einem Land so wohl. In Portugal ist alles voller Kunst, sie hat irgendwie einen anderen Stellenwert, ist wertvoller, willkommener. Bei uns wird man als Künstler schnell als schrullig und verrückt abgestempelt, den Eindruck hatte ich in Portugal weniger (vielleicht ist es aber auch meine Rosa-Touri-Brille). Auf jeden Fall hatte diese Reise den positiven Effekt, dass ich selbstbewusster für mich und meine Kreativität einstehen kann. Weil ich jetzt weiß es gibt einen Ort an dem ich gut bin wie ich bin.

Der andere Moment war in der Schule der Phantasie – ich hatte einen Kurs zum Thema Drucken mit Herbstlaub. Die Kinder in der Gruppe nahmen den Kurs nicht ganz so an, vielleicht war das Thema schwer greifbar, egal, so Tage gibt es. Aber da war ein Kind, welches mit dem Material und der Drucktechnik richtig in den Flow kam, und das steckte mich total an. Da wurde mir bewusst, es braucht manchmal nur einen kleinen Funken, eine kleine Idee, einen Menschen der dich für etwas begeistert und du entdeckst ein ganz neues Potential in dir. An diesem Tag wusste ich dass dieser Blog Wirklichkeit werden MUSS! und so… here we are 🙂

 

Also ich glaube da ist schon ganz schön viel gesagt 😉

Bisschen was „seriöses“ kann aber auch noch ergänzt werden.

Ich bin’s Steffi – Illustratorin oder Künstlerin?

So um die 40 Jahre alt, und immer noch Kind. In unserem Haus liegen überall unfertige Projekte herum und in meinem Kopf sind es nochmal 100 mehr.

Ich liebe die Berge, und das Meer nur wenn es wild ist. Am liebsten mag ich den Frühling und den Herbst. Meine Lieblingsfarben sind Gelb und Türkis. Ich esse am liebsten vegetarisch und mag es auch auf dem Teller bunt. Eigentlich bin ich recht introvertiert und brauche nicht viele Menschen um mich. Trotzdem liebe ich Konzerte (am liebsten Punk und Ska) und zu tanzen. Ich singe gerne im Auto, auch wenn ich es nicht gut kann.

Seit bald 10 Jahren bin ich, neben meiner Tätigkeit als Erzieherin, auch Illustratorin für Kindermedien. In dieser Zeit illustrierte ich Bücher und zuletzt auch ein Spiel. Mittlerweile definiere ich mich selbst aber mehr und mehr als Künstlerin (Oder muss man sich überhaupt labeln?). Da ist nicht nur illustriere, sondern auch male, töpfere, collagiere, drucke und häkle – passt das Wort Künstlerin besser, oder? Vielleicht auch einfach Kreativer Tausendsassa? Kreativpädagogin? Ich weiß es auch nicht, sucht euch was aus 🙂

Kunst ist alles – alles ist Kunst

Kunst ist für mich alles, meine erste große Liebe wenn man so will. Während bei meinen Freundinnen die Backstreet Boys oder die Kelly Family an der Wand hingen, blickte ich täglich auf Van Gogh und Dalì. Ich verbringe fast jede freie Minute damit kreativ zu sein, über Kunst nachzudenken oder in der Phantasie auf Reisen zu gehen.

Mir macht es wahnsinnig viel Spaß mit Kindern kreativ zu sein. Deshalb gebe ich auch in der „Schule der Phantasie“ in Krumbach Kreativ-Kurse und Vierteljährlich kommen wir zu einem Draw&Drink zusammen. Und jetzt gebe ich hier auf diesem Blog meine Wissen zu Kunst, Kreativität und Kunst an dich weiter. Mit dem Karneval der Formen entstand mein erster bunter Impuls – für dich und Kinder ab 6 Jahre.

Regeln der Kunst

In diesem Leben voller Kunst und Kreativität haben sich mit der Zeit meine eigenen „Grundsätze“ (oder vielleicht Fahrpläne?!) für das Erschaffen von Kunst entwickelt. Natürlich wurde ich auf diesem Weg immer wieder von wunderbaren Menschen beeinflusst – die ich hier im Blog auch nach und nach vorstellen werde.

  • Kunst muss schnell verfügbar sein.
    • Ideen kommen oft spontan in den Kopf – und müssen schnell fließen können. Einfacher Zugang zu Materialien ist Key.
  • Kunst darf (fast) alles.
    • Im Atelier gibt es nur wenige Limits. Die Idee sucht das Material, oder umgekehrt. Du möchtest mit dem Hammer den Putz von den Wänden schlagen? Ok, hier wäre die Grenze erreicht 😉
  • Kunst ist für jeden da
    • Kunst heißt nicht nur „malen und Zeichnen“, Kunst ist auch bauen, stricken, matschen, konsturieren, etc…. Jeder bekommt seinen Raum für SEINE Kreativität
  • Deine Kunst ist und bleibt deins
    • Niemand darf ungefragt auf dein Bild malen, niemand darf es weiterverwenden (btw wird diese Regel besonders im Internet häufig verletzt!) und niemand stört dich ungefragt in deinem Prozess. Deins ist Deins. (und ich male den Kindern nichts vor – meine Regel Nummer eins!)
  • Der künstlerische Prozess steht über dem Produkt
    • Der Weg von der Idee bis zum Produkt ist wichtiger als das Produkt selbst. Die Leinwand sieht am Ende nicht so aus wie ich es gerne hätte? Egal, ich habe jetzt die Erfahrung gesammelt, dass die Idee so nicht funktioniert hat – ABER ich habe jetzt die Möglichkeit zu reflektieren wo der Prozess eine doofe Wendung nahm und fange nochmal an.
  • Kunst ist manchmal schüchtern
    • Nicht immer ist man in der Stimmung kreativ zu werden, selbst wenn die Idee super ist. Und das ist wichtig – Kreativität muss von innen kommen – sie muss intrinsisch motiviert sein.
  • Kunst ist ein gutes Pflaster.
    • Kreatives tun kann nicht (alles) heilen, aber es kann helfen aus schweren Zeiten ein bisschen bessere zu machen, es kann sie Stimmung heben und es kann viel Ruhe schenken

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich alle Probleme mit kreativen Lösungen bewältigen lassen. Wir brauchen in der Zukunft Erwachsene die mutig sind neue Wege zu gehen. Deshalb ist es mein Wunsch und meine Aufgabe die Erwachsenen der Zukunft zu ermutigen kreativ zu experimentieren, selbstwirksam zu sein und die Schönheit in den kleinen Dingen zu sehen.

Ich freue mich dass du dich mit mir auf dieses Weg machst <3